17. Energiepolitisches (Online-) Frühstück am 01. Oktober 2020 – Dr. Haas

Den Kreislauf der Natur nachbauen: Das RHETICUS-Projekt von EVONIK

Als praktisches Beispiel dafür, wie weit Forschung und Entwicklung auf dem Feld der CO2-Nutzung sind, präsentierte Dr. Thomas Haas von der EVONIK Operations GmbH beim 17. Energiepolitischen Frühstück am 01. Oktober 2020.

Dr. Thomas Haas

Sein RHETICUS-Projekt versucht – mit Erfolg – natürliche Kreisläufe, in diesem Fall die Photosynthese, nachzubauen. An CO2 und Sonnenlicht mangelt es nicht, wohl aber an den Unmengen an Wasser, die für einen Photosynthese-Kreislauf benötigt werden. Der Baum, der CO2 binden soll, braucht Sonne und muss gegossen werden.

uf dem Weg zu einer industriellen Anwendung sind manche Hürden zu nehmen. Werden derzeit noch etwa 2000 kg Wasser benötigt, um ein Kilogramm CO2 zu binden, muss das Ziel sein, den Wasserverbrauch auf deutlich unter 100 kg zu senken bei einer Energieeffizienz von deutlich über 1 Prozent. Wasser gibt es grundsätzlich auch genug, vom Quellwasser über geogenen Wasserstoff bis hin zu den unendlichen Ozeanen. Es ginge auch nicht im Prozess verloren, aber es ist nicht überall dort, wo die andere Ressource sich reichlich auftut, nämlich in den heißen Regionen Afrikas und im arabischen Raum. 

Die Versuche laufen darauf hinaus, mittels angepasster Bakterien den Prozess zu optimieren und den Ressourcenverbrauch zu minimieren. In diesem Jahr startet eine Pilotanlage der EVONIK in Marl mit einer Kapazität von 20.000 Tonnen im Jahr, bei dem aus Wasser und CO2 Butanol und Hexanol erzeugt werden. Das Projekt wird vom Bundesforschungsministerium gefördert.

Den Vortrag von Dr. Thomas Haas können Sie hier herunterladen.

Abbildung: Überblick über das RHETICUS-Projekt

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